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Montag, 20.07.2026 21:15 Uhr

Im Gespräch mit Louis & Marco...

SC Brühl: Hi, Louis und Marco. Die Tinte ist trocken – herzlich willkommen beim SC Brühl!

Was hat euch dazu bewegt, nach Brühl zu wechseln? Wie ist der Kontakt zustande gekommen?

Louis: Bei mir kam der Kontakt über Alex Jachmich zustande. Er hat mich quasi weiterempfohlen. Danach hatte ich ein nettes Gespräch mit Micha. Er hat mich nach Brühl eingeladen und mich schließlich überzeugt, hierher zu wechseln.

Marco: Bei mir war es so, dass ich durch Louis Thaler aufmerksam geworden bin. Wenn man die ganze Zeit in Hürth gewohnt hat, war Brühl eigentlich immer ein Begriff – egal, mit wem man gesprochen hat. Irgendwann kam dann der Gedanke auf, dass man vielleicht selbst mal hier spielen könnte.




Ihr steht heute hier im Schlossparkstadion und wisst, dass ihr bald auf dem neuen Kunstrasen auflaufen werdet – und vielleicht irgendwann sogar auf dem großen Rasen. Kribbelt es schon? Habt ihr Lust auf die Atmosphäre hier?

Louis: Auf jeden Fall. Ich bin aus Bonn hierhergekommen und erst einmal durch den Schlosspark gegangen. Ich war schon lange nicht mehr hier. Als ich dann das Stadion gesehen habe, ist meine Motivation direkt noch einmal gestiegen. Man hat schon viel über Brühl gehört. Früher hat der Verein noch höher gespielt und ich habe letztens gehört, dass es Menschen gibt, die hier seit 80 Jahren eine Dauerkarte haben. Das zeigt einfach, wie groß der SC Brühl ist.

SC Brühl: Marco, kannst du das so unterschreiben? (lacht)

Marco: Definitiv. Man hat in der Vergangenheit ja auch immer mal wieder gegeneinander gespielt. Deshalb war ich schon öfter hier. Ich glaube, auf einem Rasenplatz in so einem Stadion zu spielen – und wenn es dann noch gut gefüllt ist – ist einfach ein geiles Gefühl.

SC Brühl: Wenn nächste Saison Gruhlwerk zu Gast ist, dürfte hier auf jeden Fall ordentlich Stimmung sein.




Welche persönlichen Ziele habt ihr euch für die kommende Saison gesetzt? Ihr bringt beide starke Scorerwerte aus der Kreisliga B mit.

Louis: Ich möchte auf jeden Fall mehr als zwölf Tore erzielen. Bei den Vorlagen habe ich mir kein konkretes Ziel gesetzt, aber zwischen zwölf und zwanzig Tore wären schon gut.

Mit Brühl wollen wir natürlich eine gute Saison spielen. Vom Aufstieg zu sprechen, wäre vielleicht noch etwas früh, aber wir wollen die Topteams ärgern und am Ende möglichst im oberen Mittelfeld landen.

Marco: Bei mir ist es ähnlich. Ich möchte da weitermachen, wo ich in den vergangenen Jahren aufgehört habe. Wenn ich wieder zweistellig treffe, wäre ich sehr glücklich. Über 15 Tore wären natürlich ein Traum.

Mit der Mannschaft wollen wir erstmal gut in die Saison starten und uns in der Liga etablieren. Und wenn sich die Chance ergibt, wollen wir – wie Louis schon gesagt hat – die Teams da oben ärgern oder vielleicht sogar selbst oben mitspielen.




Welche Stärken wollt ihr in die Mannschaft einbringen – auf und neben dem Platz?

Louis: Spielerisch möchte ich meine Schnelligkeit über außen einbringen, ein paar Dribblings und hoffentlich einige gefährliche Abschlüsse. Meine Freistöße sind, würde ich sagen, auch ganz ordentlich. Und obwohl man es vielleicht nicht denkt, kann ich auch ganz gut hochsteigen und bei Kopfbällen gefährlich werden.

Für die Kabine bringe ich vielleicht gute Musik mit.

SC Brühl: Also eher Typ Kabinen-DJ?

Louis: Ja, definitiv. Das könnte ich übernehmen. Ich bin außerdem auch ein kleiner Spaßvogel.

Marco: Auf dem Platz würde ich meinen Torabschluss einbringen. Wenn Louis die Freistöße übernimmt, kümmere ich mich um die Elfmeter.

Louis: Stimmt, die Elfmeter habe ich ganz vergessen. Die könnte ich zwar auch schießen, aber da lasse ich Marco gerne den Vortritt.

Marco: Außerdem bringe ich gerne tiefe Läufe und das Kreieren von Chancen mit – egal, ob als Vorlagengeber oder als Torschütze.

In der Kabine möchte ich vor allem den letzten Push vor dem Spiel und die nötige Motivation mitgeben. Als Kabinen-DJ sehe ich mich allerdings eher nicht.




Gibt es Vorbilder, an denen ihr euch sportlich orientiert?

Louis: Ich war eigentlich immer Fan von Mario Gomez. Vom Spielstil her passt das zwar nicht ganz zu mir – vielleicht höchstens beim Torriecher. Ansonsten würde ich Ronaldo und Neymar nennen.

Marco: Bei mir war es lange Zeit Messi. Ich habe früher auf dem Flügel gespielt, deshalb lag das nahe. Mittlerweile würde ich aber eher Dominik Szoboszlai nennen. Er bringt unglaublich viel mit. Ich mag diese bissige Art auf dem Platz und genau das zeichnet ihn auch aus.




Ihr kommt beide vom BC Stotzheim. Wie wichtig war es für euch, nach den erfolgreichen Jahren in der Kreisliga B jetzt den nächsten Schritt zu einem ambitionierten Kreisliga-A-Verein zu gehen?

Louis: Ich sage immer: „Ich gehe jetzt fast auf die 30 zu.“ (lacht)

Für mich ist es einfach nochmal cool, Kreisliga A zu spielen. Ich habe mit Stotzheim schon in der Kreisliga A gespielt und war auch mal ein halbes Jahr inoffiziell bei Hürth in der Bezirksliga. Deshalb kenne ich das Niveau.

Die Herausforderung ist deutlich größer. Gerade die Top vier der Liga sind richtig starke Gegner. Natürlich möchte man sich mit den besseren Mannschaften messen und auch die großen Namen ein bisschen ärgern. Darauf freue ich mich.

Marco: Da kann ich Louis nur zustimmen. Wir kennen die Kreisliga A bereits und haben dort schon ein Jahr gespielt. Das Niveau ist deutlich höher als in der Kreisliga B. Es wird mehr Fußball gespielt, die Liga ist körperlicher und laufintensiver. Es ist einfach ein tolles Gefühl, eine Klasse höher zu spielen. Deshalb freue ich mich sehr auf die neue Herausforderung.




Wer von euch beiden wird sich wohl schneller in Brühl und im Verein einleben?

Louis: Ich kenne ja noch Alex Jachmich, Baran Güzel und Melih Önal. Ein paar Gesichter sind also schon vertraut.

Ich glaube, dass ich mich dadurch schnell zurechtfinden werde. Aber Marco wird damit sicher auch keine Probleme haben. Wir kennen ja außerdem noch Mick Jansen, der jetzt ebenfalls dabei ist.

Am Anfang werden wir drei wahrscheinlich viel zusammen machen. Es ist einfach schön, wenn man schon ein paar Leute kennt. Aber ich glaube auch, dass die Jungs hier so korrekt sind, dass man schnell Anschluss findet.

SC Brühl: Also Johannes wird das schon regeln. (lacht)




Zum Abschluss: Habt ihr noch eine Botschaft an die Fans des SC Brühl? Worauf dürfen sie sich bei euch freuen?

Louis: Ich hoffe natürlich auf viele Tore – am liebsten auf ein paar schöne Freistoßtore. Und ich freue mich darauf, möglichst viele Fans nächste Saison am Spielfeldrand zu sehen und sie persönlich begrüßen zu können.

Marco: Als Stürmer natürlich auf Tore.

Louis: Power.

Marco: Wir wollen die Fans mit unserer Art Fußball mitreißen und der Mannschaft auf dem Platz den nötigen Push geben.

Und vielleicht wird ja auch mal das Vereinslogo geküsst. (lacht)